11. Mai 2010 - Impfen für Afrika!

12.03.2010 09:51:47 Pressemitteilung

Am 11. Mai beteiligen sich mehr als 800 Tierarztpraxen am Aktionstag Impfen für Afrika! von Tierärzte ohne Grenzen e.V. An diesem Tag spenden sie die Hälfte ihrer Impfeinnahmen für die Arbeit des Vereins, der damit insbesondere folgendes Projekt zur Tollwutbekämpfung in Kenia unterstützt: Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jedes Jahr mehr als 55.000 Menschen an Tollwut, etwa 95% davon in Afrika und Asien. Hunde sind dabei die häufigste Infektionsquelle: 99 % der weltweiten Todesfälle bei Menschen sind auf die Übertragung des Virus durch Bisse tollwütiger Haushunde zurückzuführen. Kinder sind besonders gefährdet, denn 30%-60% der Opfer von Hundebissen sind Kinder unter 15 Jahren. Sie werden häufig beim Spielen von Hunden gekratzt oder gebissen. Das Fatale daran ist, dass sie sich der Gefahr einer Tollwutinfektion meist nicht bewusst sind und gerade auf kleinere Verletzungen daher nicht aufmerksam machen, sodass diese unbemerkt bleiben. Doch nur, wenn unmittelbar nach dem Biss eine fachkundige medizinische Versorgung erfolgt, ist die Krankheit noch zu stoppen. Die Behandlung kostet in Afrika umgerechnet etwa 40 US$ - Kosten, die für einen Durchschnittshaushalt kaum aufzubringen sind, wenn man bedenkt, dass das durchschnittliche Einkommen dort etwa 1,5 US$ pro Tag und Person beträgt. Um die Tollwut weltweit kostengünstig einzudämmen, empfiehlt die WHO die vorbeugende Impfung von Hunden. Nähere Informationen auf http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs099/en/ Hier setzt ein Projekt von Tierärzte ohne Grenzen e.V. an, das seit 2006 in der kenianischen Massai Mara durchgeführt wird. Die Menschen dort halten viele Hunde, unter anderem, um ihre Nutztiere vor Angriffen durch Raubtiere zu schützen. Die Haushundpopulation umfasst allein im Projektgebiet von Tierärzte ohne Grenzen geschätzte 20.000 Tiere. Vor Projektbeginn stellte die Tollwut in diesem Gebiet ein massives Problem dar: Es kam regelmäßig zu Bissverletzungen durch tollwütige Hunde und Übertragung des Virus auf Menschen. Auch Wild- und Nutztiere in der Massai Mara waren durch Tollwut bedroht. Durch vorbeugende Impfungen und intensive Aufklärungsarbeit ist es Tierärzte ohne Grenzen e.V. gelungen, die Zahl der Hundebisse und Ausbrüche von Tollwut bei Menschen deutlich zu reduzieren. Mit diesem Projekt leistet Tierärzte ohne Grenzen einen wichtigen Beitrag zur Tollwutbekämpfung. Der Verein ist seit 2008 „offizieller Partner für Tollwutprävention“ der Alliance for Rabies Control, die unter anderem den jährlichen Welttollwuttag veranstaltet. Muss Ihr Haustier im Frühjahr geimpft werden? Dann können Sie dieses Projekt unterstützen, indem Sie die Impfung am 11. Mai in einer Tierarztpraxis durchführen lassen, die am Aktionstag teilnimmt. So kommt die Hälfte der Impfkosten der Arbeit von Tierärzte ohne Grenzen e.V. zugute. Teilnehmende Tierarztpraxen in Ihrer Nähe finden Sie auf www.impfenfuerafrika.de.

Impfen für Afrika am 12. Mai 2009!

20.03.2009 10:05:42 Pressemitteilung

Am 12. Mai beteiligen sich mehr als 750 Tierarztpraxen am Aktionstag Impfen für Afrika! von Tierärzte ohne Grenzen e.V. An diesem Tag spenden sie die Hälfte ihrer Impfeinnahmen für die Arbeit des Vereins, der damit unter anderem folgendes Projekt in Kenia unterstützt: Die „Turkana-Pokot Drought Management Initiative“ hat zum Ziel, gemeinsam mit den dort lebenden Menschen Strategien zum Umgang mit Dürren zu entwickeln. Der Hintergrund: Der Norden Kenias ist wiederkehrend von starken Dürren betroffen. Diesen folgen oft sintflutartige Überschwemmungen, die durch heftige Regenfälle im Hochland Äthiopiens verursacht werden. Aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen sind diese Gebiete nur sehr eingeschränkt für die Feldwirtschaft geeignet. Der Großteil der Bevölkerung lebt von der Tierhaltung. In Dürrezeiten ist der Verlust von Tieren hoch, es entstehen Konflikte um die Nutzung der wenigen Wasserstellen. Unzählige Menschen leiden extremen Hunger oder verlieren ihre Lebensgrundlage. Wird das Ausmaß einer Dürre in vollem Umfang sichtbar, ist die Hilfe von außen zwar wichtig, erfolgt aber häufig zu spät. Die schlechte Infrastruktur in der Region verschlimmert die Situation zusätzlich. Dürren lassen sich nicht verhindern, ihre negativen Auswirkungen lassen sich aber eindämmen. Die „Turkana-Pokot Drought Management Initiative“ soll der lokalen Bevölkerung ermöglichen, den Folgen von Dürren besser zu begegnen. Es wird von der Europäischen Union (ECHO und Europäische Kommission) gefördert. Als Aktivitäten stehen der Aufbau eines regionalen Frühwarnsystems sowie der Bau von Dämmen und anderen Wasserstellen im Mittelpunkt. So wird auch das Konfliktpotential gemindert, das sich aus der herrschenden Wasserknappheit ergibt. Darüber hinaus entstehen private Dienstleistungssysteme (kommunale Kleinkreditsysteme, Feldschulen für Nomaden, Tiergesundheitssysteme), die alternative Einkommensquellen schaffen und die Versorgung mit Basisdiensten verbessern. Das Projekt hat eine Laufzeit von 36 Monaten (1.05.2008 – 30.04.2011). Tierärzte ohne Grenzen setzt es gemeinsam mit Tierärzte ohne Grenzen - Belgien, Oxfam GB, Practical Action und ACTED um. Insgesamt profitieren rund 120.000 in der Region lebende Menschen von dem Projekt. Wenn Ihr Haustier im Frühjahr geimpft werden muss, können Sie die „Turkana-Pokot Drought Management Initiative“ unterstützen, indem Sie die Impfung am 12. Mai in einer Tierarztpraxis durchführen lassen, die am Aktionstag teilnimmt. So kommt die Hälfte der Impfkosten dem beschriebenen Projekt von Tierärzte ohne Grenzen e.V. zugute. Teilnehmende Tierarztpraxen in Ihrer Nähe finden Sie auf www.impfenfuerafrika.de.

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